Zum 5. Oktober hebt Zebra Technologies die Preise für einen großen Teil seines Produktportfolios an. Betroffen sind nach den uns vorliegenden Informationen unter anderem Etikettendrucker, Drucker-Zubehör, mobile Computer, RFID-Leser und Barcode-Scanner. Als Grund nennt der Hersteller weiterhin die anhaltenden Auswirkungen der Chipkrise sowie gestiegene Produktions- und Beschaffungskosten. Wenn Du in den kommenden Monaten Etikettendrucker oder mobile Erfassungsgeräte brauchst, lohnt sich jetzt ein genauer Blick auf Deine Planung.
Was sich zum 5. Oktober konkret ändert
Die Anpassung zieht sich durch fast alle Warengruppen. Für Dich als Anwender in Produktion, Lager oder Versand ist vor allem wichtig, wo die Erhöhung spürbar ausfällt. Nach aktuellem Stand verteilen sich die Anpassungen auf die Listenpreise in etwa so:
- Etikettendrucker: rund 5 % Aufschlag auf die Listenpreise
- Barcode-Scanner: rund 4 bis 5 %
- Mobile Computer: rund 15 % – hier fällt die Erhöhung am deutlichsten aus
- RFID-Leser: je nach Modell rund 5 bis 15 %
Zusätzlich werden einige ältere Druckköpfe abgekündigt. Wer noch Geräte mit diesen Köpfen im Einsatz hat, sollte die Ersatzteilversorgung frühzeitig klären – dazu unten mehr.
Warum sich der Blick auf Deine Projekte jetzt lohnt
Entscheidend ist der Zeitpunkt der Lieferung, nicht der des Bestelleingangs. Projektpreise, die ab sofort neu ausgestellt werden und deren Laufzeit über den 5. Oktober hinausgeht, werden bereits mit höheren Einkaufspreisen kalkuliert. Projekte, die im September auslaufen und noch einmal zu den aktuellen Konditionen verlängert werden sollen, lassen sich nur bis zum 4. Oktober zu diesen Konditionen fortsetzen. Bei allem, was am 5. Oktober oder später ausläuft, ist bei einer Verlängerung mit einem Aufschlag zu rechnen.
Da viele Projektlaufzeiten genau in den September, Oktober und November fallen, ist das ein guter Moment für einen Realitätscheck vor dem Jahresendgeschäft. Stell Dir einfach drei Fragen:
- Welche Drucker, Scanner oder mobilen Computer brauchst Du noch in diesem Jahr – und in welcher Stückzahl?
- Welche Projektlaufzeiten enden in den nächsten Wochen und müssen verlängert werden?
- Welche Geräte sind bereits abgekündigt oder stehen kurz davor?
Wenn Du diese Punkte jetzt durchgehst, kannst Du einen Teil Deines Bedarfs noch zu den heutigen Konditionen abdecken. Wir von Karley verfügen über Lagerbestände und prüfen gemeinsam mit Dir, welche Konfiguration kurzfristig lieferbar ist.
Drucker-Upgrade statt Ersatzteil-Suche
Die Abkündigung älterer Druckköpfe trifft viele Anwender härter als die eigentliche Preisanpassung. Denn ein Gerät, für das es keinen Druckkopf mehr gibt, wird schnell zum Stillstandsrisiko – gerade wenn Deine Etiketten im Mehrschichtbetrieb laufen. Genau hier setzen Trade-in-Aktionen an: Du gibst Dein Altgerät ab und steigst auf ein aktuelles Modell um.
Für den robusten Industriealltag sind Modelle wie der Zebra ZT510 eine naheliegende Wahl: Thermotransfer-Druck, wahlweise 203 oder 300 dpi, mit Cutter, Spendevorrichtung sowie USB, RS232, Bluetooth und Ethernet an Bord. Er lässt sich per ZPL und ZPLII ansteuern und fügt sich damit in bestehende Umgebungen ein, ohne dass Du Deine Anbindung neu aufbauen musst. Wer eher platzsparend im Büro, in der Medizin oder im Lager drucken möchte, findet in den Desktop-Etikettendruckern von Zebra kompakte, benutzerfreundliche Geräte mit hohem Leistungsumfang.
Worauf Du beim Umstieg achten solltest
- Auflösung passend zur Anwendung: 203 dpi reicht für klassische Barcode- und Textetiketten, 300 dpi bringt feinere Schriften, kleinere Codes und filigrane Grafiken sauber aufs Etikett.
- Ausgabeart klären: Cutter zum Abschneiden oder Spendevorrichtung für die Entnahme per Hand – je nachdem, wie Deine Linie getaktet ist.
- Schnittstellen prüfen: USB, RS232, Bluetooth und Ethernet decken die meisten Anbindungen ab; kläre vorab, wie Deine Software angebunden ist.
- Material mitdenken: Thermotransfer braucht das passende Farbband und Etikettenmaterial, damit Haftung und Haltbarkeit stimmen.
Nicht nur Hardware: Material und Verbrauchsmaterial einplanen
Eine Preiserhöhung beim Gerät ist das eine – die laufenden Kosten sind das andere. Etikettenmaterial, Farbbänder und Druckköpfe summieren sich über die Lebensdauer eines Druckers deutlich stärker als die Anschaffung. Wenn Du jetzt ohnehin über eine Neuanschaffung nachdenkst, lohnt es sich, die Etikettenkosten pro Stück einmal ehrlich zu rechnen. Wie Du dabei vorgehst, zeigt Dir unser Beitrag So ermittelst Du die Etikettenkosten. Wer die Etiketten selbst im Haus druckt, spart gegenüber Fremdbezug häufig spürbar – die Gründe dafür haben wir in Welche Gründe sprechen dafür, selbst die Etiketten im Haus zu drucken? zusammengefasst.
Für Anwender, die bereits einen Farbetikettendrucker betreiben, kann auch eine Ergänzung durch einen soliden Thermotransfer-Industriedrucker sinnvoll sein: Farbe für Markenauftritt und Veredelung, Thermotransfer für Logistik-, Barcode- und GHS-Etiketten in hoher Auflage.
So gehst Du jetzt vor
Du musst nicht in Aktionismus verfallen. Ein strukturierter Ablauf reicht:
- Bestandsaufnahme machen: Welche Zebra-Geräte laufen bei Dir, welche Baujahre, welche Druckköpfe?
- Bedarfsliste für die nächsten sechs bis zwölf Monate erstellen – inklusive Ersatzgeräten für kritische Linien.
- Projektlaufzeiten prüfen und Verlängerungen, die vor dem 5. Oktober möglich sind, entsprechend einplanen.
- Abgekündigte Modelle identifizieren und einen Umstiegspfad festlegen.
- Material- und Verbrauchskosten gegenrechnen, damit die Gesamtkosten stimmen.
Wir von Karley schauen gemeinsam mit Dir auf Deine Konfiguration und finden heraus, welche Geräte kurzfristig verfügbar sind und welche Alternative technisch zu Deiner Anwendung passt. Sprich uns einfach an – je früher, desto mehr Spielraum bleibt Dir.
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